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Weitinger „Jauner-Stadl“ begeisterte mit seinem Lustspiel „Schlitz im Kleid“



WEITINGEN (hn). Den Schlüssel zum Glück gefunden hatte der „Jauner-Stadl“ des TSV-Fördervereins am Wochenende mit vier, zum Teil ausverkauften Theateraufführungen. Gespielt wurde die köstliche Komödie „Schlitz im Kleid“ von Frank M. Ziegler und Michael Zeeb.

Von schwäbisch-herzhaften Dialogen über gepflegtes Hochdeutsch bis zum feinsinnigen Poeten reichte das Spektrum der gespielten Charaktere und den dafür trefflich ausgewählten Schauspielern, die mit wiederholtem Szenen- und großem Schlussapplaus belohnt wurden. Eine köstliche und gelungene Mischung, gewürzt mit erfrischenden Pointen in Serie. Auch das Ambiente mit sehr kreativer Dekoration stimmte bis ins kleinste Detail.

Im Mittelpunkt der Handlung steht ein Familienbetrieb für Mode, dessen temperamentvolle und deftig austeilende Besitzerin ein „Drachen“ ist, wie er im Buche steht. Die äußerst resolute Chefin Regina Knobloch (Susanne Schmitt) lässt auch nichts unversucht, ihre schärfste und fein hochdeutsch parlierende Konkurrentin Bernadette de Chan Son (Renate Schilling) auszustechen und entwirft ein Kleid mit einem „bombastischen Schlitz“, das sie sicherheitshalber in einem überaus stabilen Stahlkoffer verschließt.

Doch einen Tag vor der Präsentation haucht der exzentrischen Dame nach einer Herzattacke während eines Familienstreites völlig überraschend das Leben aus. Trotz totaler Hektik ist von Trauer aber keine Spur, weder von ihrem unterdrückten Gatten Kai-Uwe (Roland Bay), dessen Betitelung im „inoffiziellen Vorsitzenden des Waschlappen-Clubs Neckar-Gäu“ gipfelt, noch von den beiden Stiefsöhnen Timo (Hartmut Speiser) und Max (Tobias Wellhäusser). Doch der Tod muss unbedingt vor der penetranten Klatschreporterin Margit Sommer (Ariane Langer) vertuscht werden, weil sonst die Präsentation futsch ist.

Daraus entwickeln sich heftige Turbulenzen. Zunächst ist der Schlüssel unauffindbar, dann bringt der herbeigerufene schrullige und der süffisant der Poesie verfallene Schlosser Ulf Petzold (Dieter Speiser) den Koffer nicht auf, und die Damen der beiden Stiefsöhne, die machthungrige Linda Krämer (Michaela Kalbacher), die ihren trotteligen Verlobten Timo gegen dessen Bruder aufhetzt, und das Hausmädchen Ilona Wenzel (Stefanie Jauch), bringen zusätzlich Hektik und Intrigen ins Haus.

Dann macht auch noch die Konkurrentin dem tumben Timo schöne Augen, während die karrieregeile Journalistin alles über die ehemalige Chefin herausfindet und an einer skandalträchtigen Mordstory bastelt. Zu allem Unheil taucht gegen Ende auch noch Reginas angebliche Zwillingsschwester, die sich bald darauf als  der vermeintlich verblichene Hausdrachen und nun wieder auferstandene Hausdrachen entpuppt.

Das Intrigenspiel treibt seinem Höhepunkt zu. Zudem fürchtet die karrieregeile Klatschreporterin um ihre schon sich im Druck befindliche Skandalstory und will die „tote“ Modeschöpferin mit einem Revolver endgültig ins Jenseits befördern. Das misslingt ihr allerdings durch die ungewollte Mithilfe des dichtenden Schlossers. Mit zwei Schüssen aus dem entwendeten Revolver gelingt es ihm endlich, den Koffer zu öffnen. Doch das begehrte Modellkleid hat dadurch nun auch zwei Schuss- und Brandlöcher und taugt nicht mehr zur Sensation. Entsetzt und die Katastrophe vor Augen, erleidet die rabiate Modezarin einen (für alle erlösenden) Herzinfarkt.

Die Spielleitung lag wiederum in den bewährten Händen von Ingrid Roth. Gela Bay betätigte sich als Souffleuse. Für die Maske waren alle zuständig. Karl Fahrbach sorgte für die optimale Ton- und Lichttechnik, und für die Herstellung der Kulissen war Dieter Nerz verantwortlich.

 


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09.02.2012 20:30 - 21:30
Aerobic & Bodystyling im Narrenheim

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