Für 40 Jugendfußballer aus dem Gäu war am Mittwoch ein ganz besonderer Tag: Sie durften beim Halbfinalspiel des Liga-Pokals zwischen dem deutschen Meister VfB Stuttgart und dem am Ende 2:0 siegreichen deutschen Rekordmeister FC Bayern München im Vorprogramm mitwirken. Dabei standen sie im Fokus von über 45 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion und von Millionen an den Bildschirmen.
Einen schöneren Schuljahresabschluss oder Ferienbeginn hätten sich die Nachwuchsfußballer gar nicht wünschen können. Ihre Aufgabe bestand darin, auf Kommando von beiden Seiten des Feldes rote und weiße Stoffbahnen auf das Feld zu ziehen, um so beim Einlauf der beiden Mannschaften ein buntes Bild in den Vereinsfarben auf das satte Grün des Spielfeldes Feld zu zaubern. Dies wurde gleich nach der Begrüßung und dem Eintreffen der Kinder im Stadion geübt, zunächst im Leichtathletikbereich der Untertürkheimer Kurve, danach auf dem frisch gemähten „heiligen Rasen“.
Nach Aussage von „Jessica“, einer der zuständigen Betreuerinnen einer Düsseldorfer Projekt- und Marketing-Agentur, die im Auftrag des Pay-TV-Senders Premiere den Auftakt inszenierte, klappte der Einsatz sehr gut. „Das hat sich schon bei den Proben gezeigt. In Stuttgart hat es bisher am besten geklappt“, so die junge Dame, und dies sei wirklich ehrlich gemeint. Die anderen 40 Buben (und auch Mädchen) kamen aus Holzheim bei Göppingen.
Nach den Proben waren die Kinder und Betreuer zu warmem Handvesper und kühlen Getränken in der Stadiongaststätte unterhalb des VIP-Bereichs geladen. Bei der anschließenden freien Zeit durften sie sich beim Fußballspielen im Robert-Schlienz-Stadion austoben, dort wo die Bundesliga-Profis trainieren und die Regionalliga-Fußballer des VfB spielen. Danach ging’s wieder zurück zum Daimler-Stadion, um das herum sich schon wahre Menschenmassen angesammelt hatten und wo die Gäu-Kinder ihren Idolen beim Eintreffen mit den Bussen zujubeln konnten.
Die Spannung stieg dann zusehends weiter, als die insgesamt 80 Kinder, die sich an diesem Tag als „kleine Stars“ fühlen durften, zur Einkleidung mit roten und weißen T-Shirts mit Liga-Pokal-Logo gerufen und in Zweierreihen ins Stadion geführten wurden. Dabei durften die JSG-ler einen längeren „Triumphzug“ genießen, weil sie sich schon am Nachmittag für die Untertürkheimer Kurve des Stadions entschieden hatten und sie so entlang der Gegengeraden marschieren konnten. Danach blieb dann noch eine halbe Stunde Zeit, hautnah dem Aufwärmen der Meisterkicker beizuwohnen, sich mit dem VfB-Maskottchen „Fritzle“ zu vergnügen und sich zum Gruppenfoto zu stellen.
Absoluter Höhepunkt war dann natürlich der beschriebene Einsatz als Teil der recht theatralischen Inszenierung des Vorprogramms, bis endlich die Begegnung der beiden Top-Mannschaften angepfiffen wurde. Danach führte der Weg der Kinder fast durch das ganze Stadionrund wieder zurück zum internen Ausgang. Noch einmal genossen sie die beeindruckende Gänsehaut-Atmosphäre, ehe sie an der Ostseite der Haupttribüne mit ihren Betreuern Platz nehmen und von dort das Spiel weiter verfolgen konnten.
Große Freudenstimmung herrschte zudem, als die „Kids“, vor allem in der Halbzeitpause und nach dem Schlusspfiff, mehrfach jubelnd auf den großen Stadionbildschirmen gezeigt wurden. Etwas müde und erschöpft kehrten sie dann mit ihren Betreuern unter der Führung von Norbert Saile, dem Jugendleiter des TSV Weitingen, nach einem erlebnisreichen und unvergesslichen Zwölf-Stunden-Fußballtag zu mitternächtlicher Stunde wieder in die Heimat zurück.
Für 40 Jugendfußballer aus dem Gäu war am Mittwoch ein ganz besonderer Tag: Sie durften beim Halbfinalspiel des Liga-Pokals zwischen dem deutschen Meister VfB Stuttgart zwischen dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München im Vorprogramm mitwirken. Dabei standen sie im Fokus von über 45 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion und von Millionen an den Bildschirmen. Einen schöneren Schuljahresabschluss oder Ferienbeginn hätten sich die Nachwuchsfußballer gar nicht wünschen können.